24.11 - 31.12.24
Zurück an Bord zu Hause bereite ich alles für die Weiterfahrt vor.
Marcia kommt am frühen Morgen aus Bali zurück, wo sie 3 Monate mit Ihrer Schwester verbracht hat. Per Taxi werden die Besorgungen (Diesel, Proviant) erledigt und am 26.11 verlassen wir am Morgen den nicht wirklich schönen Hafen. Die folgenden Tage besuchen wir interessante Ankerplatze in diesem großen Archipel. Schnorcheln trauen wir uns hier nicht wegen den Salzwasserkrokodilen die es hier überall gibt. Trotzdem ist die Landschaft hier einmalig.
Die Inselgruppe Waiag im NO von Indonesien ist unser letzter Anlaufpunkt bevor wir wieder Gen Westen fahren. Auf Pula Pef besuchen wir das Resort Raja4divers wo wir herzlich willkommen sind. Wir werden mit den Gästen dort bekannt gemacht, können am Abend gemeinsam mit ihnen essen und die Bar genießen. Ich gönne mir noch 2 Tauchgänge die leider aufgrund schlechter Sicht nicht so prickelnd sind. Schnorcheln am Hausriff mit direktem Zugang vom Pier entschädigt aber bei super Sicht und jede Menge Leben.
Zwei Nächte verbringen wir dort gut geschützt an einer Boje bevor es weiter geht. Unser nächstes Ziel ist die Insel Buru die wir mit 4 Ankerstops und einer Nachtfahrt am 10.12 Nachmittags erreichen. Ich hatte schon im Vorfeld mit einem lokalen Guide Kontakt aufgenommen der uns beim proviantieren und Dieselkauf unterstützen wird. Wir treffen uns am Abend an Land und er bringt uns in das Fischrestaurant seines Onkels. Dort gab es fangfrischen Fisch mit Gemüse und Reis - sehr lecker. Wir verabreden uns für den folgenden Morgen um die Dieselkanister zu füllen. Das stellt sich nicht so einfach dar. An der Tanke angekommen stehen dort Schlangen von Autos und Roller. Keiner tankt Diesel und der Besitzer meint in ca 1 Std wären wir dran. Nach 1,5 Std und nur mit der Genehmigung der Polizei werden endlich meine Kanister gefüllt. Der Kraftstoff ist hier auf der Insel rationiert und Kraftstoff in Kanistern zu kaufen bedarf der Zustimmung der Offiziellen. Nachdem der Diesel an Bord verstaut ist geht es zum Supermarkt. Auch das ist eine Herausforderung da die Läden hier alle sehr übersichtlich ausgestattet sind. Nach mehren Besuchen verschiedener Märkte haben wir das Wichtigste bekommen.
Unser Guide wurde von seiner ehemaligen Lehrerin gebeten ob wir Ihre Englischklasse im Restaurant treffen können damit die Kinder und Jugendlichen ihre Sprachkenntnisse anwenden können. Wir wurden von ca 30 Kindern, teilweise mit Eltern, am Steg empfangen. Ca 1 Std wurden Hände geschüttelt, Fotos gemacht und einwenig Konversation geübt. Uns hat es auf jeden Fall viel Spass gemacht. Noch einen leckeren Fisch zum Abendessen verabschieden wir uns von den netten Leuten hier. Am nächsten Morgen früh gegen 6:30 gehen wir Anker auf und machen uns auf den Weg Richtung der Insel Flores. 510 sm läuft mehr der Motor als das die Segel genutzt werden können. Da Wind und Strömung uns nach Osten versetzen kommen wir nicht an unserem geplanten Ziel an. Es bedarf noch drei weitere Tagestörns bevor wir an der Westseite von Flores am 19.12. in dem Ankerfeld der Stadt Labuanbajo, eine Boje aufnehmen können. Ein touristischer Ort der alles bietet, Restaurants, Diveshops, Anbieter von Tagestouren, Supermärkte, Tankstelle am Pier usw - wieder zurück in der Zivilisation ;-)
Wir unternehmen einen organisierten Tagesausflug per Boot zu den Nachbarinseln, wo wir die Komododragons bewundern können, ich gehe 2 Tage tauchen mit einem lokalen Diveshop und ansonsten genießen wir die gute Auswahl der Restaurants. Heiligabend beim Italiener mit einem sehr leckeren Weihnachtsmenü rundet unseren Stop hier ab.
Wir verlassen unsere Boje am ersten Weihnachtstag und wollen zur Insel Komodo um die großen Echsen nochmal zu besuchen, diesmal ohne soviel Touristen.
Mit einem kurzen Stop an einem pinkfarbenen Sandstrand fällt der Anker direkt vor dem Komodo Parkgelände. Gleich am folgenden Morgen um 7:30 stehen wir im Büro des Rangers um unsere Tickets zu kaufen. Damit geht es zu einem Guide und los geht`s. Wir haben uns für den langen Trail (4km) entschieden in der Hoffnung mehr Tiere zu sehen. Es ist eine schöne 2 Std Wanderung teilweise durch das Unterholz während dessen wir einige Tiere zu Gesicht bekommen.
Anschließend bietet der Guide bietet uns an sein Dorf zu zeigen was wir natürlich dankend annehmen. Er meint bei ihnen gäbe es noch einige Dragons mehr zu sehen wie hier im Park.
Um 13 Uhr werden wir von einem Taxiboot abgeholt und zum Dorf gebracht. Er zeigt uns das Dorf, natürlich auch den Souvenirladen den seine Frau betreibt, aber das Highlight gibt es dann keine 200 mtr hinter dem Dorf zu sehen. Unter den Bäumen liegen die großen Echsen und warten auf unvorsichtige Ziegen, Hühner oder andere Tiere die ihnen nahe genug kommen. Mal wieder ein gelungener Tag.
Info Wikipedia
Der Komodo-Waran oder Komododrache ist eine Echse aus der Gattung der Warane, deren Verbreitungsgebiet auf einige der Kleinen Sundainseln von Indonesien beschränkt ist. Mit einer Körperlänge von maximal drei Metern und einem Gewicht von über 70 kg ist er einer der größten rezenten Vertreter der Schuppenkriechtiere. Das Beutespektrum der tagsüber aktiven Tiere verändert sich mit dem Alter und zunehmender Körpergröße und reicht von Insekten bis hin zu Säugetieren wie Mähnenhirschen und Wildschweinen. Er ist der einzige Waran, der regelmäßig Beutetiere dieser Größe schlägt. Die Jagd auf große Säugetiere wird durch ein in spezialisierten Drüsen im Unterkiefer produziertes Gift unterstützt, das unter anderem die Blutgerinnung verringert und einen Schock verursacht. Entflohene Beute kann an diesem Gift auch noch nach Tagen zugrunde gehen. Auch Aas ist ein wichtiger Bestandteil des Nahrungsspektrums.
27.12 Am nächsten Morgen machen wir noch einen Ankerstop zum schnorcheln und baden an einem nahegelegenen Strand (Pinkbeach) bevor es gegen Mittag Anker auf geht.
Mit zwei Day-törns und einer Nachtfahrt erreichen wir am 29.12 die Marina Del Ray Nahe der Insel Lombok. Hier werden wir das neue Jahr begrüßen und in der ersten Januarwoche einen Trip per Fähre nach Bali unternehmen. Leider regnet es hier täglich wie aus Eimern wodurch jede Menge Müll durch den naheliegenden Fluss angeschwemmt wird - nicht einladend.
Silvester an einem Ort, ziemlich abgelegen, ohne irgendwelche Festivitäten hatte ich auch noch nicht. Wir gehen zu einem Franzosen zum Abendessen und sind gegen 21 Uhr wieder an Bord. Um uns herum starten schon kleinere Feuerwerke, wie wohl überall auf der Welt sind einige immer etwas früher dran ;-)
Es war ein ruhiger Rutsch ins Jahr 2025.
Rückblick 2024
Die Segelsaison beginnt im April in Fiji, super Tauchgängen, super nette Leute kennengelernt, Fulaga ein Paradies wo die Menschen mit wenig Einfluss von außen noch leben wie ihre Vorfahren und unsere Integration ins Dorfleben war ein unbeschreibliches Erlebnis, tauchen mit Tigerhaien in Bequa, die Abende an Bord mit Freunden und dem Besuch von Verena in Fiji bleiben genau so unvergesslich wie - Vanuatu mit den “Landdiver“ von Pentecost Island, der Besuch diverser Inseln, geschnorchelt mit Dugons, Wracktauchen in Luganvile, der Einhand-törn von Fiji nach Indonesien, die Tauchreise mit der Tiare in Raja Ampat, die Kinder von Namalea, die Komodo Dragons - einfach ein super schönes Jahr mit super Erlebnissen. Jetzt kommt 2025 was auch verspricht recht spannend zu werden.
In diesem Sinne bleibt gesund und allen Lesern ein erfolgreiches 2025
Kommentar schreiben